Geschätzte Flawiler:innen
Im kommenden Jahr bezahlt ein durchschnittlicher Flawiler Haushalt inklusive Mehrwertsteuer rund CHF 430.– weniger für den Strom. Hauptgrund für die Preissenkung sind tiefere Handelspreise am Energiemarkt, welche sich positiv auf die Energietarife wie auch auf die Netzbetriebskosten auswirken.
Energietarife sinken durchschnittlich um 25 Prozent
Die mehrjährig ausgelegte Beschaffungsstrategie der Technischen Betriebe Flawil hat in den Jahren 2023 und 2024 dafür gesorgt, dass die extremen Preisausschläge am Energie-Grosshandelsmarkt nur in abgeschwächter Form bis zu den Endkonsumentinnen und Endkonsumenten durchgedrungen sind.
Für das Jahr 2025 zeigt sich die Beruhigung der Märkte und die damit einhergehende Senkung der Beschaffungspreise insbesondere in den Energietarifen. Diese sinken im Versorgungsgebiet der TBF im Durchschnitt um 25 Prozent.
Auch für die kommenden Jahre zeichnen sich aufgrund der strukturieren Beschaffung - Teilmengen für die Jahre 2026 und 2027 wurden bereits beschafft - weitere Preisreduktionen ab. Voraussetzung dafür sind weiterhin stabile Märkte und keine weitere Verschärfung der globalen geopolitischen Lage.
Tiefere Zuschläge lassen Netzbetriebskosten um rund 20 Prozent sinken
Der Preis für den Netzbetrieb sinkt für das Jahr 2025 um rund 20 Prozent. Dies ist auf verschiedene Umstände zurückzuführen.
Einerseits hat das UVEK (Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) den Zins für das ins Stromnetz investierte Kapital (WACC) auf 3.98 Prozent gesenkt. Andererseits sind aufgrund der bereits erwähnten, besseren Bedingungen am Energiemarkt die Kosten für Stromverluste gesunken. Zudem werden die allgemeinen Systemdienstleistungen und die Stromreserve des Bundes ebenfalls günstiger.
Rückvergütung für ins Netz eingespeiste Energie sinkt mit den Beschaffungspreisen
Die tieferen Beschaffungskosten für Energie am Strommarkt hat zur Folge, dass auch der Ansatz für die ins Netz eingespeiste Energie sinkt. Der Rückvergütungstarif beträgt neu 13.03 Rp./kWh. Die TBF verzichten vorerst auf die Möglichkeiten des neuen Stromgesetzes, wonach der Rückvergütungstarif flexibel dem Referenzmarktpreis für Photovoltaik angepasst werden könnte.
Die Vergütung für die Herkunftsnachweise (HKN) liegt neu bei 1.8 Rp./kWh. Diese werden weiterhin von der Energiestadt Flawil mit einem Beitrag gefördert. Die Höhe dieses Beitrages und die Bedingungen für den Erhalt der Förderbeiträge werden auf der Website der Energiestadt Flawil publiziert.
Nachfolgend stehen das Tarifblatt 2025und weitere Details zur Tarifanpassung für Sie zum Download bereit. Alternativ sind diese Downloads auch unter tbflawil.ch > Bereiche > Strom > Produkte/Preise verfügbar.
Bei Fragen sind wir gerne unter 071 394 90 00 oder an der Wilerstrasse 163 zu den üblichen Bürozeiten für Sie da.
Alle Verteilnetzbetreiber sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Stromtarife für das kommende Jahr zu publizieren. Gemäss der Weisung 4/2024 der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) müssen die Tarifänderungen zusätzlich öffentlich begründet werden.