Die Technischen Betriebe Flawil (TBF) geben die Stromtarife für das Jahr 2026 bekannt. Dank einer langfristigen und umsichtig umgesetzten Beschaffungsstrategie können die Tarife für die Flawiler Haushalte, trotz weiterhin herausfordernden Bedingungen an den Energiemärkten, gesenkt werden.
Energietarife sinken nach 2025 erneut
Das vergangene Jahr war am Stromhandelsmarkt erneut von Unsicherheiten geprägt: Einerseits durch geopolitische Spannungen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie andererseits durch die Zollpolitik der USA. Nach den deutlichen Preissenkungen im letzten Jahr sind die Marktpreise zuletzt auf leicht höherem Niveau verharrt.
Dank der mehrjährig ausgelegten Beschaffungsstrategie konnten grosse Teile der für das Jahr 2026 benötigten Energie zu günstigen Konditionen beschafft werden. Ebenfalls preissenkend wirken sich die ab 2026 gültigen Rückliefertarife aus. Diese orientieren sich neu am Referenz-Marktpreis für Photovoltaik, welcher vierteljährlich vom Bundesamt für Energie (BFE) publiziert wird. Die Energietarife können daher nach 2025 erneut gesenkt werden. Im Durchschnitt fallen die Energiepreise für unsere Endkunden um 19 Prozent.
Die Tarife für die Netznutzung steigen leicht
Der vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) publizierte kalkulatorische Kapitalzinssatz (WACC) liegt für das Jahr 2026 bei 3,43 Prozent und somit 0,55 Prozentpunkte tiefer als im Jahr 2025, was sich leicht preissenkend auf die Netznutzungstarife 2026 auswirkt. Ebenfalls preissenkend wirken sich die im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent gesenkten Netztarife der Axpo und der SAK aus.
Dem gegenüber stehen die um rund 8 Prozent gestiegenen Abgaben. Darin enthalten sind die Beiträge für die Systemdienstleistungen (SDL), für die Stromreserve, für den Netzzuschlag sowie die Abgabe an die Gemeinde. Neu kommt ausserdem der «Zuschlag für solidarisierte Kosten über das Übertragungsnetz» kurz «solidarisierte Kosten» hinzu. Dieser Zuschlag beläuft sich auf 0,05 Rp./kWh und beinhaltet die Kosten für die Netzverstärkungen in den unteren Netzebenen. Ausserdem enthält der Zuschlag die vom Parlament beschlossenen Überbrückungshilfen für die Stahl- und Aluminiumindustrie.
Des Weiteren sind die Netzbetreiber neu dazu verpflichtet, einen verursachergerechten Messtarif festzulegen, zu veröffentlichen und auf der Stromrechnung separat auszuweisen.
Insgesamt steigen die Tarife für die Netznutzung im Verteilnetzgebiet der TBF im Schnitt um 4 Prozent. Die Steigerung ist vor allem mit den gestiegenen Abgaben zu begründen. Aber auch die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen verteuern den Tarif. Aufwendungen für die Umsetzung neuer Eigenverbrauchsmodelle (vZEV, LEG), für die Erreichung von Energieeffizienzzielen und gesteigerte Anforderungen an die IT-Sicherheit (IKT Minimalstandard) sind Kostentreiber.
Nachfolgend steht das Tarifblatt 2026 für Sie zum Download bereit. Alternativ ist dieser Download unter tbflawil.ch > Bereiche > Strom > Produkte/Preise verfügbar. Wie die Tarife der TBF im Vergleich zu anderen Werken in der Schweiz positioniert sind, kann auf der Webseite der ElCom unter strompreis.elcom.admin.ch eingesehen werden.
Bei Fragen sind wir gerne unter 071 394 90 00 oder an der Wilerstrasse 163 zu den üblichen Bürozeiten für Sie da.
Alle Verteilnetzbetreiber sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Stromtarife für das kommende Jahr zu publizieren. Gemäss der Weisung 4/2024 der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) müssen die Tarifänderungen zusätzlich öffentlich begründet werden.