- 09.07.2026 07:10
Aufgrund der aktuellen Hitzewelle und der geringen Niederschlagsmenge rufen die Technischen Betriebe Flawil (TBF) die Bevölkerung zu einem sorgsamen Umgang mit Trinkwasser auf.
Die anhaltend hohen Temperaturen und die geringe Niederschlagsmenge der vergangenen Wochen führen zu einer zunehmenden Trockenheit. Die Trinkwasserversorgung in Flawil ist derzeit sichergestellt. Dennoch bitten wir die Bevölkerung, mit Trinkwasser weiterhin bewusst und sorgfältig umzugehen. Der aktuelle Wasserverbrauch ist mit 2.9 Millionen Litern pro Tag rund 600’000 Liter höher als normalerweise im Juni. Hinzu kommt, dass bedingt durch die Trockenheit, der Wasserzulauf um ca. 200’000 Liter sinkt. Daher trägt ein sorgsamer Umgang mit dieser wertvollen Ressource dazu bei, die Versorgungssicherheit auch bei anhaltender Trockenheit langfristig zu gewährleisten.
Bereits einfache Massnahmen können einen Beitrag leisten. Wir empfehlen deshalb:
- Auf die Bewässerung von Rasenflächen möglichst zu verzichten
- Gärten und Pflanzen nur bei Bedarf bewässern
- Fahrzeuge, Vorplätze und Terrassen nicht mit Trinkwasser reinigen
- Pools und Schwimmbecken nicht oder nur zurückhaltend nachfüllen
Auch kleinere Massnahmen im Haushalt helfen, unsere Trinkwasserbestände zu schützen:
- Wenn möglich duschen anstatt baden
- Wasserhahn während dem Zähneputzen und Einseifen abstellen
- Lebensmittel statt unter laufendem Wasser in einer Schüssel waschen
- Waschmaschinen stets voll beladen, das erspart zusätzliche Waschgänge
- Tropfende Wasserhähne und andere Leckagen rasch beheben
Die Technischen Betriebe Flawil danken der Bevölkerung für ihre Unterstützung und ihren verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser. Mehr Informationen zur aktuellen Lage und den kantonalen Richtlinien finden Sie auf der Webseite des Kantons St.Gallen.
- 13.07.2026 13:12
Die Realisierung der Fernwärme Flawil schreitet sichtbar voran. Während an verschiedenen Orten am Wärmenetz gebaut wird, laufen gleichzeitig die Arbeiten rund um die Wärmezentrale auf Hochtouren. Wie steht es um die Nachfrage, die Wirtschaftlichkeit und den Zeitplan? Im Gespräch gibt der Geschäftsführer der Technischen Betriebe Flawil (TBF), Luca Zillig-Klaus, Auskunft zum aktuellen Stand der Fernwärme Flawil.

Die Fernwärme Flawil zählt zu den bedeutendsten lokalen Infrastrukturprojekten der letzten Jahre. Ziel ist es, Flawil mit lokaler und zukunftsfähiger Wärme zu versorgen. Der Ausbau des Leitungsnetzes schreitet zügig voran. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Wärmezentrale weiter, der Baustart steht kurz bevor. Im Interview spricht Geschäftsführer Luca Zillig-Klaus über den aktuellen Stand, die Nachfrage aus der Bevölkerung und die nächsten Schritte.
In Flawil wird derzeit an mehreren Orten gleichzeitig gebaut. Wie erleben Sie die aktuelle Phase des Fernwärmeprojekts? Und was sind die nächsten Schritte im Leitungsbau?
Der Bau des Wärmenetzes verläuft aktuell sehr intensiv und nach wie vor planmässig. Dass an verschiedenen Orten gleichzeitig gebaut wird, offenbart die ehrgeizigen Ziele. Es geht darum, möglichst schnell die Hauptleitungen für das Verteilnetz zu erstellen. Denn nur über das Netz können wir Wärme liefern und damit Erträge generieren, um die Kosten zu decken.
Wir wollen in diesem Jahr die Baustellen in der St. Galler- und Wilerstrasse abschliessen. So wird die Hauptachse wieder frei befahrbar. Danach folgt der Ausbau des Netzes in den Quartieren.
Uns ist sehr bewusst, dass unsere Baustellen im Alltag Einschränkungen mit sich bringen. Wir geben gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen unser Bestes, diese Einschränkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Wir hoffen daher auf das Verständnis der Verkehrsteilnehmer:innen und Anwohner:innen. Die Baustellen gehen vorüber, die nachhaltige Flawiler Wärmeversorgung bleibt. Für das entgegengebrachte Verständnis und die Kooperation sind wir sehr dankbar.
Wie ist die bisherige Rückmeldung aus der Bevölkerung und der Hauseigentümer:innen?
Die allgemeinen Rückmeldungen zum Vorhaben sind mehrheitlich sehr positiv. Das Interesse ist gross, dies konnten wir auch an verschiedenen Anlässen wie beispielsweise der Versammlung des lokalen Hauseigentümerverbandes oder an den vergangenen Frühlings- und Herbstmärkten spüren. Viele Hauseigentümer:innen setzen sich intensiv mit zukunftsfähigen Heizlösungen auseinander. Wir können mit der Fernwärme Flawil eine preislich attraktive und 100 Prozent lokale und ökologische Alternative bieten.
Das bei einem solchen Projekt aber nicht alle begeistert sind, und es vereinzelt die eine oder andere kritische Rückmeldung gibt, dürfte ebenfalls klar sein. Einerseits können nicht alle Flawiler:innen von der Fernwärme profitieren, da der Versorgungsperimeter technisch und wirtschaftlich beschränkt ist. Andererseits besteht vereinzelt auch die Sorge, dass wir, die TBF, uns mit der Grössenordnung des Vorhabens übernehmen. Es ist uns ein grosses Anliegen, alle Rückmeldungen ernst zu nehmen. Entsprechend stehen wird gerne jederzeit zur Diskussion rund um die Fernwärme Flawil zur Verfügung. Damit der Weg zu uns möglichst kurz und einfach ist, sind wir am Flawiler Frühlings- und Herbstmarkt, an unseren Energie-Cafés oder auch an anderen Events wie der Mitgliederversammlung des lokalen Hauseigentümerverbandes präsent.
Zeichnet sich beim Verkauf bereits eine wirtschaftlich tragfähige Entwicklung ab?
Ja, wir sind mit unserer bisherigen Vertriebsarbeit sehr zufrieden. Gemäss der Wirtschaftlichkeitsrechnung ist bis Ende 2026 eine vertraglich zugesicherte Anschlussleistung von rund 900 Kilowatt vorgesehen. Dieses Ziel haben wir bereits erfüllt. Per Ende März 2026 haben wir bereits eine Anschlussleistung von 1'191 Kilowatt unter Vertrag. Diese Entwicklung stimmt uns positiv und gibt uns Zuversicht, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Ein wichtiger Bestandteil der Fernwärme ist die Wärmezentrale bei der ARA Oberglatt. Dort ist aktuell allerdings noch wenig sichtbar. Weshalb?
Die Wärmezentrale ist im Detail geplant. Das Baugesuch wurde im Sommer 2025 eingereicht. Eine Einsprache hat in den vergangenen Monaten jedoch den Baustart verhindert. Glücklicherweise wurde die Einsprache vor kurzem zurückgezogen. Seit Anfang Mai liegt damit die rechtskräftige Baubewilligung vor. Darüber freuen wir uns sehr, denn nun kann es weitergehen. Der Baustart ist auf Anfang Juni geplant, die gesamte Bauzeit beträgt rund eineinhalb Jahre.
Das TBF-Team hat seit Eingang der Baubewilligung wieder merklich an Schwung und Energie gewonnen. Wir sind überzeugt, dass die Baustelle der Wärmezentrale ein starkes Zeichen für die Fernwärme Flawil ist und auch den Vertrieb in seiner Arbeit nochmals unterstützt.
Fernwärmeprojekte stehen oft auch wegen ihrer langfristigen Wirtschaftlichkeit im Fokus. Wie beurteilen Sie die Perspektiven in Flawil?
Fernwärme ist, wie alle Energieinfrastrukturen, ein langfristiges Geschäft. Unsere Vorgänger konnten nicht mit Garantie vorhersagen, ob sich die Flawiler Trinkwasser-, Strom- oder Gasverteilnetze amortisieren lassen, oder gar Gewinn abwerfen. Sie haben mit dem Bau der Grundinfrastrukturen begonnen und die nachfolgenden Generationen haben ihren Teil mit technologischen Entwicklungen und neuen Geschäftsmodellen beigetragen, dass sich die Investitionen der Vergangenheit auszahlen.
Mit der Fernwärme sehe ich es genauso. Wir setzen heute mit unseren Investitionen den Grundstein und achten dabei darauf, für uns und die nachfolgenden Generationen bestmögliche finanzielle und technische Grundlagen zu schaffen. Danach liegt es an uns und unseren Nachfolgern, aus den gegebenen Infrastrukturen und Mitteln das Beste zu machen. Beim Wasser, Strom, Gas und FTTH hat es funktioniert. Warum soll es bei der Fernwärme nicht auch funktionieren?
Was ist Ihr Fazit zum aktuellen Stand?
Die Fernwärme Flawil ist aktuell in allen Bereichen auf Kurs. Der Projektstatus ist abgelegt und die Fernwärme hat sich, mit dem Baustart der Zentrale, zum strategischen Geschäftsbereich der TBF entwickelt. Wir sind davon überzeugt, dass die Fernwärme Flawil die lokale Energieversorgung stärkt und zukunftsfähiger macht.
- 23.12.2026 16:11
Geschätzte Wasserbezüger:innen,
Geschätzte Gasbezüger:innen,
Von Mitte Februar bis Dezember diesen Jahres wechseln wir in ausgewählten Gebäuden in Flawil und Degersheim die Wasserzähler und die Gaszähler aus.
Dazu werden wir uns im genannten Zeitraum mit Ihnen in Verbindung setzen, um einen Termin für den geplanten Wechsel zu vereinbaren.
Der Zählerwechsel ist kostenlos und dauert etwa eine Stunde.
Bei Fragen oder Terminwünschen wenden Sie sich bitte direkt an unsere dafür verantwortlichen Mitarbeiter
Herrn Leo Santschi oder Herrn Christoph Senn.
Netzbau Gas/Wasser
- 06.02.2026 23:59
Im Zuge der Überarbeitung der Richtlinie für Gasinstallationen in Gebäuden (G1) des SVGW haben wir das Formular zur Installationsanmeldung angepasst.
Ab dem 1. Januar 2026 werden Gasinstallationen ausschliesslich anhand der neuen G1 Richtlinie vom Januar 2026 kontrolliert und freigegeben.
Wir bitten alle Installateure und Fachfirmen, das neue Formular ab sofort digital als PDF auszufüllen und per E-Mail an
Das Formular ist ebenfalls unter >tbflawil.ch >Bereiche >gazenergie >Onlineschalter >gazenergie Meldewesen zu finden.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und die Kenntnisnahme.
- 24.02.2026 21:00
Wir veranstalten eine Serie von Energie-Cafés in Flawil. Interessierte können während verschiedenen Terminen Fragen stellen und direkt in den Austausch mit unseren Mitarbeitenden treten. Es ist keine Anmeldung erforderlich.
Alle Flawiler:innen sind herzlich willkommen, Fragen zu stellen und in einem offenen Dialog mitzudiskutieren. Neben dem jeweiligen Schwerpunktthema bleibt selbstverständlich auch Platz für andere Anliegen, beispielsweise betreffend der Rechnung oder weiteren energiegeladenen Themen. Damit möglichst viele Interessierte teilnehmen können, wird es mehrere Termine mit verschiedenen Schwerpunktthemen und an verschiedenen Standorten in Flawil geben. Auf den jeweils bevorstehenden Termin und Schwerpunkt wird im FLADE-Blatt nochmals zusätzlich hingewiesen. Die Teilnahme ist kostenlos und ganz unkompliziert, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Wir freuen uns auf euch!
Termine und Schwerpunkte
- 25.12.2025 16:41
Per 1. Januar 2026 sinken die Gas-Tarife um durchschnittlich 1.5 Prozent.
Trotz der weiterhin angespannten geopolitischen Lage haben sich die Gas-Preise insgesamt stabilisiert. Wie bereits im Vorjahr konnte das Erdgas auch für die kommende Periode zu leicht günstigeren Konditionen eingekauft werden. Die Heizgastarife enthalten weiterhin 20 % Biogas, je zur Hälfte aus der Schweiz und Europa. Während sich die Zertifikatspreise für Schweizer Biogas leicht verteuert haben, sind die Preise für Biogas aus der EU leicht gesunken. Dies wirkt sich auch auf die Preise für individuelles Biogas aus. Die Kosten für Netzbetrieb und Instandhaltung bleiben stabil. Allerdings führt ein leicht rückläufiger Absatz zu höheren spezifischen Kosten. Trotzdem fallen die Gas-Tarife für das kommende Jahr im Mittel um 0.18 Rp./kWh beziehungsweise 1.47 % tiefer aus.
- 30.01.2026 23:59
Die Technischen Betriebe Flawil (TBF) geben die Stromtarife für das Jahr 2026 bekannt. Dank einer langfristigen und umsichtig umgesetzten Beschaffungsstrategie können die Tarife für die Flawiler Haushalte, trotz weiterhin herausfordernden Bedingungen an den Energiemärkten, gesenkt werden.
Energietarife sinken nach 2025 erneut
Das vergangene Jahr war am Stromhandelsmarkt erneut von Unsicherheiten geprägt: Einerseits durch geopolitische Spannungen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie andererseits durch die Zollpolitik der USA. Nach den deutlichen Preissenkungen im letzten Jahr sind die Marktpreise zuletzt auf leicht höherem Niveau verharrt.
Dank der mehrjährig ausgelegten Beschaffungsstrategie konnten grosse Teile der für das Jahr 2026 benötigten Energie zu günstigen Konditionen beschafft werden. Ebenfalls preissenkend wirken sich die ab 2026 gültigen Rückliefertarife aus. Diese orientieren sich neu am Referenz-Marktpreis für Photovoltaik, welcher vierteljährlich vom Bundesamt für Energie (BFE) publiziert wird. Die Energietarife können daher nach 2025 erneut gesenkt werden. Im Durchschnitt fallen die Energiepreise für unsere Endkunden um 19 Prozent.
Die Tarife für die Netznutzung steigen leicht
Der vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) publizierte kalkulatorische Kapitalzinssatz (WACC) liegt für das Jahr 2026 bei 3,43 Prozent und somit 0,55 Prozentpunkte tiefer als im Jahr 2025, was sich leicht preissenkend auf die Netznutzungstarife 2026 auswirkt. Ebenfalls preissenkend wirken sich die im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent gesenkten Netztarife der Axpo und der SAK aus.
Dem gegenüber stehen die um rund 8 Prozent gestiegenen Abgaben. Darin enthalten sind die Beiträge für die Systemdienstleistungen (SDL), für die Stromreserve, für den Netzzuschlag sowie die Abgabe an die Gemeinde. Neu kommt ausserdem der «Zuschlag für solidarisierte Kosten über das Übertragungsnetz» kurz «solidarisierte Kosten» hinzu. Dieser Zuschlag beläuft sich auf 0,05 Rp./kWh und beinhaltet die Kosten für die Netzverstärkungen in den unteren Netzebenen. Ausserdem enthält der Zuschlag die vom Parlament beschlossenen Überbrückungshilfen für die Stahl- und Aluminiumindustrie.
Des Weiteren sind die Netzbetreiber neu dazu verpflichtet, einen verursachergerechten Messtarif festzulegen, zu veröffentlichen und auf der Stromrechnung separat auszuweisen.
Insgesamt steigen die Tarife für die Netznutzung im Verteilnetzgebiet der TBF im Schnitt um 4 Prozent. Die Steigerung ist vor allem mit den gestiegenen Abgaben zu begründen. Aber auch die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen verteuern den Tarif. Aufwendungen für die Umsetzung neuer Eigenverbrauchsmodelle (vZEV, LEG), für die Erreichung von Energieeffizienzzielen und gesteigerte Anforderungen an die IT-Sicherheit (IKT Minimalstandard) sind Kostentreiber.
Nachfolgend steht das Tarifblatt 2026 für Sie zum Download bereit. Alternativ ist dieser Download unter tbflawil.ch > Bereiche > Strom > Produkte/Preise verfügbar. Wie die Tarife der TBF im Vergleich zu anderen Werken in der Schweiz positioniert sind, kann auf der Webseite der ElCom unter strompreis.elcom.admin.ch eingesehen werden.
Bei Fragen sind wir gerne unter 071 394 90 00 oder an der Wilerstrasse 163 zu den üblichen Bürozeiten für Sie da.
Alle Verteilnetzbetreiber sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Stromtarife für das kommende Jahr zu publizieren. Gemäss der Weisung 4/2024 der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) müssen die Tarifänderungen zusätzlich öffentlich begründet werden.
- 31.12.2025 10:38
Stand Juni 2025
Ab 2025 ist das neue Stromgesetz in Kraft. Solarstrom kann gemeinsam genutzt, Rückliefertarife marktgerecht angepasst und von neuen Tarifmodellen profitiert werden. Die Technischen Betriebe Flawil (TBF) setzen die Vorgaben schrittweise um. Was bedeutet das für die Stromkund:innen? Ein Abriss über die wichtigsten Änderungen.
Mit dem «Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien», kurz Stromgesetz, tritt per 1. Januar 2025 und 1. Januar 2026 eine umfassende Reform der Schweizer Stromgesetzgebung in Kraft. Die neuen Vorgaben bringen zahlreiche Veränderungen mit sich. Dabei steht für die Technischen Betriebe Flawil eines im Zentrum: die Energiewende lokal und bezahlbar voranzutreiben – gemeinsam mit den Flawiler Stromkund:innen.
Viele Chancen – aber auch grosser Aufwand
Die TBF sehen in allen Massnahmen der neuen Stromgesetzgebung eine Chance, die lokale Energiewende zu stärken. Der Antrieb, die neuen Vorgaben in attraktive, langfristig nützliche und auf Flawil zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen umzusetzen, ist gross.
Die Realisierung der gesetzlichen Vorgaben ist mit grossem Aufwand verbunden. Viele Massnahmen erfordern neue IT-Systeme, neue Prozesse, zusätzliche Dienstleistungen, rechtliche Abklärungen und vor allem viel personelle Ressourcen. Nicht alle Angebote werden daher ab dem gesetzlichen Stichtag verfügbar sein. Die Technischen Betriebe Flawil arbeiten mit Hochdruck daran, die wichtigsten Massnahmen fristgerecht umzusetzen. Es ist heute jedoch bereits absehbar, dass gewisse Massnahmen erst nach den gesetzlichen Terminen zur Verfügung stehen werden.
Ebenfalls ist absehbar, dass die neuen Rahmenbedingungen einen Einfluss auf die Strompreise in Flawil haben werden. Die TBF planen und priorisieren sorgfältig, um diese Auswirkungen möglichst gering zu halten.
Geplante Massnahmen
Die gesetzlichen Anpassungen eröffnen spannende Möglichkeiten: Kund:innen können sich beispielsweise in neuen Formen zu Eigenverbrauchsgemeinschaften zusammenschliessen, den lokal erzeugten Strom gemeinsam mit der Nachbarschaft nutzen und von neuen Tarifmodellen profitieren. Neu sind auch Rückerstattungen bzw. Vergütungen für Flexibilitäten und Speicherlösungen vorgesehen, sofern sie system- und netzdienliche Kriterien erfüllen.
Die gesetzlichen Auflagen zur harmonisierten Vergütung für lokal produzierten Photovoltaikstrom binden die Rückliefertarife ab 1. Januar 2026 näher an die aktuellen Marktpreise. Dies soll sich positiv auf die erneuerbare Winterstromproduktion auswirken und bietet den Solarstromproduzent:innen einen Anreiz, den Eigenverbrauch zu optimieren. So können die Produzent:innen dazu beitragen, das Verteilnetz zu entlasten. Die TBF werden weiterhin die Herkunftsnachweise (HKN) abnehmen und den Flawiler Stromprodukten beimischen. Die HKN-Förderung der Gemeinde wird wie bisher auf jährlicher Basis für das Folgejahr beurteilt und preislich festgelegt.
Das Stromgesetz wird die Stromrechnung nicht nur im Betrag, sondern auch in der Darstellung beeinflussen. Die Technischen Betriebe Flawil werden dazu in der Kundenkommunikation und auf der Webseite Lese- und Interpretationshilfen zur Verfügung stellen. Weitere Informationen zur Umsetzung der geplanten Massnahmen finden Sie laufend auf der Webseite der Technischen Betriebe Flawil und in den Rechnungsbeilagen.
Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft
Die Energiewende ist ein Puzzle mit vielen Teilen und lässt sich nur gemeinsam erfolgreich lösen. Im Zentrum dieser Anstrengungen steht ein klares Ziel: Flawil mit zukunftsfähiger Energie zu versorgen und die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken.
- 29.06.2025 16:53
Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel – und in Flawil fliesst es in hoher Qualität direkt aus dem Hahn. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sorgen die Technischen Betriebe Flawil (TBF) täglich für eine sichere und zuverlässige Wasserversorgung. Deshalb wird das Reservoir Magdenau kernsaniert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.
Das Reservoir Magdenau versorgt rund 2085 Haushalte in Flawil mit frischem Trinkwasser und ist seit 1984 in Betrieb. Es leistet sicher und zuverlässig seinen Dienst – auch nach 40 Jahren. Mit der Sanierung investieren die TBF in die nächsten 40 Jahre des Reservoirs.
Neu wird statt einer separaten Löschwasserkammer ein intelligentes System mit zwei gleichwertigen Kammern betrieben. Das erhöht die Betriebssicherheit und vereinfacht die Wartungen. Sämtliche technischen Einrichtungen werden ersetzt und auf den neuesten Stand gebracht. Dazu gehören beispielsweise neue Türen, eine energieeffiziente Beleuchtung und eine moderne Steuerung. Zusätzlich wird die Löschwasserreserve aufgestockt.
Die erste Kammer wurde Ende Mai 2025 in Betrieb genommen, die zweite folgt im Oktober. Die Sanierung erfolgt in zwei Etappen, sodass stets eine Kammer in Betrieb bleibt und die Versorgung jederzeit sichergestellt ist.
Mit dieser Gesamtsanierung stellen die TBF sicher, dass das Reservoir Magdenau auch in den kommenden Jahrzehnten einen verlässlichen Beitrag zur Flawiler Trinkwasserversorgung leisten kann – und das auf dem neuesten Stand der Technik.

- 23.05.2025 17:14
Die zweite Etappe des Leitungsbaus für die Fernwärme Flawil ist gestartet. Was steht aktuell an? Und welche wichtigen Erfahrungen konnten bisher gemacht werden? Lukas Hungerbühler, unser Projektleiter Netzbau, im Gespräch.
Die zweite Etappe des Leitungsbaus für die Fernwärme Flawil ist gestartet – was sind die wichtigsten Arbeiten, die aktuell anstehen?
Der erste Teil des Grabens an der Oberbotsbergstrasse wurde ausgehoben. Zurzeit laufen die Arbeiten an den Fernwärmerohren: Sie werden zusammengeschweisst, die Verbindungsstellen auf ihre Dichtheit geprüft und anschliessend isoliert. So stellen wir sicher, dass die Wärme später effizient, das heisst möglichst ohne Verluste, transportiert werden kann.
Was sind die Herausforderungen einer Fernwärme-Baustelle? Vielleicht auch im Gegensatz zu einer «gewöhnlichen» Baustelle?
Eine «gewöhnliche» Baustelle gibt es nicht. Die Bauplanung ist immer von den Gegebenheiten vor Ort, den involvierten Partnern und natürlich den Anforderungen des Projekts abhängig. Beim Verlegen der Hauptleitungen der Fernwärme Flawil haben wir eine Vielzahl von Faktoren, die die Planung und Umsetzung sowie dessen Fortschritt bestimmen.
Haben Sie ein Beispiel?
Zum Beispiel müssen Fernwärmerohre ganz unten im Graben verlegt werden. Weil die Gräben so tief sind und der Platzverhältnisse darum herum sehr eng, der Verkehr soll ja weiterhin passieren können, müssen sie während der gesamten Bauzeit mit speziellen Stützelementen gesichert werden. Gerade wenn bereits viele bestehende Werkleitungen im Boden sind, kann das kompliziert werden. Kombiniert mit den vielfältigen Arbeiten an den Fernwärmerohren erstreckt sich eine Bauphase daher meist über mehrere Wochen. In dieser Zeit ist eine gute Koordination ausschlaggebend, auch mit Blick auf die Verkehrsführung und die Anwohner:innen. Und trotz der sorgfältigsten und weitsichtigsten Planung kann es immer noch zu Überraschungen kommen.
Die da wären?
Es kann beispielsweise vorkommen, dass wir beim Ausheben des Grabens auf nicht dokumentierte Werkleitungen stossen, oder die erwarteten Werkleitungen nicht genau dort liegen wo sie dokumentiert sind. Das war an der St.Gallerstrasse der Fall. Dort mussten wir die Fernwärmeleitungen kurzerhand auf die andere Strassenseite verlegen – zum Glück ohne grossen zeitliche und finanzielle Verluste, da die Bedingungen beim Graben gut waren.
Der Verkehr ist immer ein grosses Thema bei Baustellen – wie versuchen Sie, die Auswirkungen für Verkehrsteilnehmende möglichst gering zu halten?
Erstens versuchen wir die Bauabläufe so optimal wie möglich zu planen und Synergien mit Drittprojekten zu nutzen. Dazu holen wir die involvierten Parteien, also beispielsweise die Gemeinde bzw. den Kanton, die Kantonspolizei und z.B. auch die Postautobetriebe mit ins Boot.
Zweitens informieren wir die betroffenen Anwohner:innen und Geschäfte frühzeitig mit einem separaten Brief. Darin sind detaillierte Informationen enthalten und eine Ansprechperson, an die man sich bei Fragen oder Anliegen rund um die Baustelle wenden kann. Zusätzlich publizieren wir den Start jeder Bauphase im FLADE-Blatt. Und natürlich sind auch alle Infos auf der Projektwebseite zu finden.
Welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht, die Sie für die zukünftige Bauplanung mitnehmen können?
Da wir als TBF das erste Mal ein Fernwärmenetz realisieren, konnte ich schon viele wichtige Erfahrungen im Fernwärmeleitungsbau sammeln, welche für die weitere Projektierung hilfreich sein werden. Für die erfolgreiche Umsetzung eines Projektes dieser Grössenordnung braucht es ein motiviertes und engagiertes Team mit sehr viel Ausdauer. Hier zeigt die Erfahrung, dass wir als Bauherrschaft einen wichtigen Beitrag leisten können, indem wir einen engen und steten Austausch mit den involvierten Parteien pflegen und nahe am Geschehen dran sind.